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Wer eine Selbstbedienungskasse benutzt, verkürzt in der Regel nur seine gefühlte, nicht aber die reale Wartezeit. Laut einer Studie des deutschen Handelsforschungsunternehmens EHI braucht der Kunde an solchen Kassen im Schnitt «zwei- bis dreimal länger, als wenn eine geübte Kassiererin diesen Prozess übernimmt». Viele Kunden bemerken dies laut der Studie jedoch nicht, weil sie den Schlangen an bedienten Kassen ausweichen und das Kassiertempo selbst bestimmen können.
Der Detailhandel forciert den Einsatz von Selfscanning-Kassen vor allem, weil diese billiger sind als Kassiererinnen. So hat Coop bereits in 71 Filialen je ein bis zwei Passabene-Kassen in Betrieb, bei Ikea Schweiz gibt es 100 Selbstbedienungskassen. Diese sollen gemäss der Firmensprecherin helfen, den Ärger vieler Kunden über lange Warteschlangen zu verringern. Laut der Studie sind solche Negativ-Erlebnisse prägend: Der Kunde verzeihe selbst «kleinste Verzögerungen an der Kasse nur schwer».
11. April 2010 | Eric Breitinger, Redaktion saldo

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